Irismikroskop


Kaps Mikroskop
Foto: Felke Institut

Für ein langfristiges, qualifiziertes Arbeiten ist ein Mikroskop unverzichtbar.

 

An einem fest eingerichteten Arbeitsplatz lässt es sich einfach entspannter arbeiten. Feine und kleine Zeichen lassen sich mit einer Lupe unter Umständen überhaupt nicht, oder nur sehr schwer erkennen. Darüber hinaus gibt es Zeichen, die nur unter einem bestimmten Beleuchtungswinkel erkennbar sind, oder unter Lichteinfall fluktuieren.

 

Um die Iris im Gesamten, bzw. in Details zu betrachten bietet sich ein Mikroskop mit Zoomoptik (stufenlose Vergrößerung) an.

Zoomoptik oder feste Brennweiten

Sollen wissenschaftliche Ausarbeitungen anfertigt werden ist dabei ein
gleich bleibender Abbildungsmaßstab wichtig, kommt eine Zoomoptik
nicht in Frage. Eine solche Optik hat keine feststellbaren genau definierten
Abbildungsgrößen. In diesem Fall sollte ein Mikroskop mit
Vergrößerungswechsler in festen Stufen eingesetzt werden.

Zudem sind feste Optiken wesentlich präziser als eine Zoomoptik, das
hängt mit den optischen Gesetzen zusammen. Theoretisch muss
jede Brennweitenverstellung neu berecht und optisch angepasst werden.
In der Optik verhält sich fast nichts linear. Dieser Fehler wird bei der
Zoomoptik zugunsten des Komforts in Kauf genommen. Die Zoomoptik
ermöglicht es stufenlos den Vergrößerungsmaßstab zu ändern.

 

 

Die Lichtquellen

Bei der Irisbetrachtung, wie auch bei Aufnahmen, ist es wichtig, dass das
Licht nicht senkrecht auf die Iris fällt, sondern in schrägem Winkel von
der Seite kommend. Dadurch erhöht sich die Plastizität. Manche Zeichen
sind bei senkrechtem Lichteinfall unter Umständen gar nicht sichtbar.

Bei der Lichtquelle sollte auf ein möglichst neutrales Licht geachtet
werden. Rein weißes Licht oder Tageslicht ist in der Regel am Besten
geeignet. Aufgrund der Tatsache, dass das Tageslicht zumeist zu
schwach für die mikroskopische Betrachtung ist, muss eine Lichtquelle
verwandt werden. Zahlreiche Leuchtenhersteller bieten so genannte
Tageslichtfilter an. Damit werden die entsprechenden Farbfrequenzen
so angepasst, dass ein sonst zu gelbliches Licht nahezu neutral erscheint.

Die Farbneutralität des Lichtes ist zur Interpretation von Iriszeichen
zum Teil absolut ausschlaggebend. Zu gelbliches, zu bläuliches, zu
grünes oder zu rotes Licht verfremdet vor allem die Pigmentfarben
extrem. In manchen Fällen so stark, dass eine korrekte
Interpretation unmöglich wird.

 

 

Bauarten von Mikroskopen

Bei den Mikroskopen unterscheidet man Binokular und Trinokular.
Das Binokular hat zwei Strahlengänge für das Licht, die in den
Okularen enden, durch welche mit beiden Augen geblickt werden.
Das Trinokular verfügt über einen zusätzlichen, dritten Strahlengang,
z. B. für den Anschluss einer Video-, Foto- oder Digitalkamera.
Ein dritter Strahlengang, kann - je nach optischer Qualität und
Genauigkeit der Anpassung - so viel kosten wie ein einfaches
preiswertes Mikroskop.

 

 

Das Spaltlampenmikroskop

Eine Sonderform findet sich im Zusammenhang mit der Beleuchtung,
die sogenannte Spaltlampe. Fälschlicherweise wird immer gleich das
ganze Mikroskop als Spaltlampe bezeichnet. Es handelt sich dabei
allerdings nur um eine besondere Bauform der Lichtquelle. Diese
Spaltlampe ist eine Lichtquelle mit einer präzisen Optik und Lichtfiltern.
Durch das Spaltlampenmikroskop wird die Untersuchung des
Augenvordergrundes und der Hornhaut im senkrechten, optischen
Schnitt, aber auch mit diffuser bzw. regredienter Beleuchtung möglich.